Zunächst ging es nach Teothihuacan im Nordwesten von Mexico City.

Dort habe ich das riesige historische Gelände mit Sonnen- und Mondpyramiden besucht.

Da ich gleich nebenan einen Übernachtungsplatz mit Blick auf die Sonnenpyramide gefunden habe,

konnte ich schon sehr früh auf dem historischen Gelände sein, bevor tausende andere Besucher aus CDMX hier eintrafen.

 

Am Nachmittag kaufte ich mir im schönen Zentrum von Teothihuacan noch ein paar Cowboystiefel und am nächsten Tag ging es zu Pepe´s RV Park nach Tepotzotlan im Nordwesten von Ciuadad Mexico.

 

 

Auch Tepotzotlan ist ein sehr authentischer Ort mit vielen Restaurants, Kneipen, schönen alten Kirchen und einem Zocola, auf dem jeden Tag etwas los ist.

Pepe´s RV Park kann ich nicht empfehlen, da das Preis- Leistungsverhältnis nicht stimmt.

Die Sanitäranlagen waren verdreckt und die Duschen hatten nur kaltes Wasser. Aber der Platz liegt günstig zum Stadtzentrum und ich wollte zum Zocalo nach Mexico City.

Inzwischen war Silvester. Also kurzerhand online ein nettes Hotel 100m entfernt vom Zocalo gebucht, eine Tasche gepackt und ein Taxi organisiert.

 

 

Eine Stunde später hatte sich der Taxifahrer nicht ganz ohne Unterstützung meines Navis durch die 22-30 Millionen (die Einwohnerzahl steht nicht genau fest, da es hier in Mexico nicht nur mit der Erfassung der Einwohnerzahlen ein wenig anders läuft als in D)

Metropole gewühlt.

Zur Jahreswende ,um Mitternacht, trifft man sich unter anderem auf dem Zocalo vor der Cathedrale.

Böller und Feuerwerk gibt es hier nicht, dafür läuten alle Glocken was das Zeug hält, was auch eine Menge Krach macht.

Die Cathedrale ist die Größte und Älteste auf dem Kontinent. Cortes ließ nach 1521 alle aztekischen Heiligtümer - wie den Templo Mayor und auch Motezumas Palast - plattmachen.

Auf dem Templo Mayer soll zum Beispiel bei dessen 4-tägiger Einweihungsfeier 20.000 Opfern bei lebendigem Leibe das Herz rausgeschnitten worden sein. Ein riesiges Blutbad zu Ehren der Götter.

Diese Opfer waren in der Regel Kriegsgefangene und dessen Angehörige.

Dafür führten die Azteken extra sognannte Blumenkriege.

Mit dem Material der zerstörten Pyramiden und auf dessen Fundamenten wurden die Cathedrale und andere Gebäude gebaut.

Ich habe noch nie einen Ort gesehen mit so vielen Kirchen. Egal wo man im Zentrum steht und in die Runde schaut, so sieht man immer 4 bis 5 mehre hundert Jahre alte Kirchen.

Die Cathedrale, die Kirchen und viele alte Gebäude sind oft krumm bzw. stehen schief, weil der Untergrund sumpfig und morastig ist und die schweren Gebäude nicht tragen kann.

Die Kirchen, Gebäude usw. sind so alt und dessen Pflege erfordert einen riesen Aufwand, den man wohl kaum stemmen kann. Oft sieht man Büsche und sogar Bäume auf den Gemäuern wachsen.

Vieles erinnert an Havanna.

Tenochtitlan hatte damals eine geschätzte Einwohnerzahl von 200 - 400.000 Einwohner und war somit für die Zeit eine der größten Städte der Welt. Mit Sicherheit auch eine der schönsten Städte. 

Tenochtitlan war eine Insel im großen Texcoco-See, umgeben von schwimmenden Gärten auf denen die Azteken Gemüse, Obst usw. anbauten. Die Stadt war durchzogen von Wasserstraßen.

Zeitzeugen berichteten, dass dieser Ort magisch und wunderschön gewesen sein soll.

Jedenfalls ließ Cortes -  dieser fromme Vollpfosten - nicht nur alle religiösen Heiligtümer der Azteken unwiderruflich zerstören, sondern auch die Wohnbauten der Ureinwohner.

Mit diesen Materialen wurden u. a. auch die Wasserstraßen vollgeschüttet. Von der Ursprünglichkeit des Ortes ist kaum noch etwas zu sehen. Es sei denn man besucht Museen.

Was ich dann auch an den folgen 3 Tagen, neben zwei Stadtrundfahrten, gemacht habe.

Natürlich könnte ich an dieser Stelle noch ein paar Geschichten über die Azteken erzählen, aber ich will mal nicht wieder das Erklärbärchen spielen. Fahrt selber nach CDMX oder schaut in die Bücher, falls es interessiert…

 

Am Rande noch eine von vielen interessanten Beobachtungen:

Ich stehe vor meinem Hotel in Mexico City und warte auf meinen Fahrer, der mir zugesagt hatte mich wieder zurück zum MAN zu fahren.

Vor dem Hotel die Straße ist eine Einbahnstraße mit Parkverbot, trotzdem parken Autos auf der rechten Seite, aber hinter dem Steuer bleiben die Fahrer sitzen.

Dann folgende Situation, von hinten nähert sich ein relativ großer, PS-starker Polizeiwagen mit riesen Kuhfängern und Blaulicht. Was passiert, bevor die parkenden Fahrzeuge vom Polizeiwagen weggeschoben werden? Genau alle Fahrzeuge verduften schnell und die Straße ist wieder frei.

Aber nicht lange, wenige Minuten später steht wieder ein Wagen vor dem Hotel, ein Gast, der nur kurz sein Gepäck einladen will.

Ganz plötzlich kommt ein Abschleppwagen ebenfalls mit Blaulicht angedüst.

Stellt sich vor das stehende Fahrzeug des Hotelgastes und fährt vollautomatisch seine Abschleppeinrichtung aus.

Der Fahrer des parkenden Autos springt sofort in seinen Wagen und macht sich aus dem Staub.

So hält man in CDMX (Mexico City) die Straßen frei. Strafzettel sind überflüssig.

 

 

 

  

 

Von Mexico City ging es schließlich in das ca. 100km entfernte 

Cholula.

 

Dafür habe ich ca. 6 -7 Stunden hinter dem Lenker des MAN gesessen.

So ein Verkehr, einschließlich Megastaus gibt es rund um diese Chaosstadt.

In Cholula gibt es auch wieder eine Pyramide zu sehen, sehr groß aber lange nicht so gut erhalten wie die Sonnenpyramide.

Auch dieser Ortskern ist wieder schön.

Abends bin ich mit dem Roller ins Zentrum gefahren und habe mir ein nettes Restaurant unter den Arkaden am Zocalo ausgesucht.

Alle paar Minuten wird man angesprochen, soll etwas kaufen, sich die Schuhe putzen lassen oder man wird einfach nur angebettelt.

Mit der Zeit stumpft man ab und reagiert kaum noch auf die Anmache.

Irgendein Typ sprach mich von hinten aus einen Gemisch aus englisch und spanisch ziemlich konfus an.

Ich hatte aber keine Lust auf ein Gespräch und ließ ihn abblitzen. Zur gleichen Zeit brach bei der Restaurantbelegschaft und auch bei den ca. 10 anderen Restaurants rundum Hektik aus.

Alle Gäste, die eben noch an den vielen Tischen saßen, verschwanden.

Die Tische wurden blitzartig abgeräumt und innerhalb weniger Sekunden in die Gebäude geschafft.

Urplötzlich saß ich ganz alleine dar.

Hm dachte ich, hätte dem Typen eben wohl doch besser zugehört, irgendetwas stimmt hier nicht.

Und richtig von Osten her wurde es gewaltig dunkel – wahrscheinlich ein Unwetter, Sturm oder so dachte ich.

Also nahm ich mein Bier und Teller und ging auch ins Restaurantgebäude.

Auch dort herrschte Chaos.  Dann viel mir mein Roller ein, der ca. 200m entfernt stand. Ist wohl besser, wenn der auch ein bisschen trockener zu stehen kommt. Also holte ich ihn und wollte ihn nah ans Restaurant unter die Arkaden stellen.

No, no rief eine Kellnerin und forderte mich auf den Roller in das Restaurant zu schieben, was ich dann auch machte.

Merkwürdig dachte ich, da muss sich ja ganz schön etwas zusammenbrauen und ich habe am Truck wahrscheinlich wieder ein paar Fenster und Luken aufgelassen.

Die Karre steht auch noch einige Kilometer weit weg und wie und wann soll ich eigentlich wieder zurück zum Wagen kommen?  Schöne Sch......

 

Nun saß ich hier in diesem feinen Restaurant.

Auf dem Teller, mein inzwischen kalt gewordenes Essen und neben meinem Tisch mitten im Raum zwischen den anderen Tischen und Gästen mein Roller.

Richtig gemütlich.

Das hatte ich auch noch nicht…

Viele Gäste stehen an den Fenstern und schauen ängstlich nach draußen.

Soviel will ich vorab verraten, es handelte sich nicht um ein Wetterphänomen, auch kein Erdbeben oder dergleichen – was war da los??????

 

 

 

 

Von Cholula ging es nach Südosten Richtung San Christobal.

Jede paar Kilometer eine Autobahn-Mautstation, mindestens 10 Stationen täglich.

Jedes Mal musste ich um die Maut feilschen.

So ein Auto kennt man auch in Mexico nicht, man starrt auf die Reifen und will LKW-Gebühr kassieren. Ohne mich. Ich suche mir immer die Kasse aus, wo am meisten los ist und der Zeitdruck für den Kassierer am Größten ist.

Wenn dieser/diese nicht das abrechnet, was ich für richtig halte, bleibe ich so lange stehen, bis wir uns einig sind bzw. bis der jefe angelaufen kommt. Nicht immer – aber oft klappt es.

 

Die Straßen, selbst die Autobahnen sind schlecht, extrem schlecht, reinstes Patchwork mit tiefen, großen Schlaglöchern.

Oft fahre ich auf der Mitte oder zickezacke. 100%ige Konzentration ist gefordert.

Auch hier macht sich das robuste Fahrwerk des MAN´s und die hochwertigen Reifen bezahlt.

Seit der Abfahrt in Cholula um 8h bin ich inzwischen 8,5 Stunden ununterbrochen unterwegs.

Keine Übernachtungsmöglichkeit zu finden, bis auf die PEMEX-Tankstelle, auf der ich gerade stoppe, um in die Karte zu schauen. Findet man in Mexico keinen Übernachtungsplatz, wie z. B. einen Campingplatz o.ä., dann übernachtet man auf PEMEX-Tankstellen, als Notbehelf.

Aber die Tanke gefällt mir nicht.

Ich fahre also weiter, aber in ca. 60 Minuten wird es dunkel.

Das war ein Fehler, ich habe es gleich gewusst. Denn die nächste PEMEX ist laut Karte erst in 140km.

Ich denke noch, das kann doch nicht sein. Meistens hat man schon nach 40/50 km wieder eine Tankstelle.

Und es wurde pünktlich dunkel, und ich musste mindestens noch 50 km fahren.

Die Autobahn war einspurig, trotzdem wird permanent überholt und es wurde gebirgig.

Schwer beladene LKW mit ein oder gar zwei Anhängern krochen nur noch im schritttempo die Berge hoch. Oft musste ich ganze Kolonnen von solchen Fahrzeugen trotz Gegenverkehr überholen.

Ich war nun 10 Stunden unterwegs und auch ein bisschen abgestumpft gegenüber Gefahren.

Gute Übung für die Anden, dachte ich mir.

Jetzt musste ich durchhalten, es war inzwischen 19h. Inzwischen bin ich fast 700km unter schwierigen Verhältnissen gefahren, fast ohne Pause.

Die PEMEX musste jetzt gleich auftauchen, häufig sind diese Tankstellen hell erleuchtet und schon von Weitem zu sehen.

 

Nur diese nicht.

Sie stand auf einem Hügel, vom Dschungel umgeben, kaum zu erkennen, kein Hinweisschild bzw. ich habe es im Dunkeln übersehen – ich fuhr vorbei, sah sie nur kurz im Augenwinkel oben auf dem Kamm. So ne Schei..

Blitzschnell bremste ich, fuhr rechts ran und machte die Warnblickanlage an.

Noch einmal vielleicht 2 Stunden unter diesen Bedingungen fahren – nein undenkbar – ich nicht.

Dann lieber rückwärts die Autobahnauffahrt von der Tankstelle den Berg hochfahren.

Gesagt getan.

Da diese Strecke kurvenreich war und ich kaum noch etwas gesehen habe, musste ich oft aus dem Fahrerhaus klettern und mich vergewissern, dass ich noch auf dem richtigen Weg bin.

Denn wie gesagt, es war stockdunkel und ich war total übermüdet.

Die vielleicht 300 bis 400 Meter kamen mir wie eine Ewigkeit vor.

Aber auch das habe ich geschafft und fand so einen passablen Übernachtungsplatz auf der Tankstelle im Dschungel.

Soweit man bei 22-25 Grad nachts gut schlafen kann, ging es am nächsten Tag einigermaßen ausgeruht durch eine traumhafte oft nebelige und hügelige Dschungellandschaft weiter Richtung San Christobal. Oft mit Warnblinkanlage und Nebelscheinwerfern und entsprechenden Rückleuchten.

Man konnte die Hand vor Augen manchmal nicht sehen.

 

 

 

Leider gab es angeblich den Übernachtungsplatz meiner ersten Wahl in San Christobal nicht mehr.

So dass ich mich Richtung Rancho San Nicolas aufmachte.

Um zur Rancho zu kommen muss ich aber 2-3 km durch die Altstadt von SC fahren.

Kein Problem, oder?

Ne überhaupt nicht, wenn man sich in dem Wirrwarr von rechtwinkligen, schachbrettartigen Straßen (fast alles Einbahnstraßen) gut auskennt, einen Smart oder Fiat 500 fährt. Dann macht man das mit links.

Ich fahre aber einen fast 9m langen 12tonner, 3,60m hoch, mit langem Radstand.

Überall parkende Autos, Topes, tiefhängende Stromkabel, versteckte ALTO-Schilder und zu allem Überfluss war das gesamte Stadtzentrum mit niedrig hängenden Girlanden geschmückt.

Wahrscheinlich noch wegen Weihnachten.

Was soll das -  Weihnachten ist vorbei, also…

Okay,  wie eingangs gesagt:

Es war nicht einfach, oft fehlte rechts nur noch ein Zentimeter bis zum Außenspiegel der parkenden Autos oder bis zum Balkon auf der Fahrerseite.

Leute mussten ihre coche sogar wegfahren damit ich weiter durch das Straßenlabyrinth  konnte. Hinter mir ein langer Autokorso. Wie viele Straßengirlanden ich oben weggerissen habe, weiß ich nicht mehr. 2 bis 3 Kilometer durch die Gassen von San Christobal können lang werden…

 

Gottseidank war es nicht umsonst (wie bisher so oft passiert), denn den Campground gab es, er hatte sogar auf – Glück gehabt. 

 


 Update vom 16.01.2017

 

San Christobal war schön aber ziemlich frisch, es liegt auf ca. 2.200m.

Nachts gibt es hier Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Morgens musste ich die Heizung und den Heizteppich anmachen und die Hauspuschen rausholen.

 

Den Maya-Frauen (wie Chamulas und Zinacantecos) die in ihren farbenprächtigen Trachten, versuchen den möchte-gern-Hippies (in der Stadt wimmelt es vor Dreadlocks-Fans) ihre Handarbeit zu verkaufen, laufen trotzdem mit nackten Beinen und Füssen in ihren Flipflops rum. 


Gegen 10h war es in der Sonne aber schön warm.

Als erstes habe ich das Restaurant besucht, welches damals vor vielen Jahren einen wirklich atemberaubenden Innenhof hatte. Es ist eine halbe Ewigkeit her, aber ich weiß es noch wie heute:

Papageien saßen in den Bäumen und Mayas spielten auf ihrem Xylophon dezente Tischmusik.

 

Riesen Enttäuschung, war doch klar. Billige Korbsessel, Glastische, kein Grün, keine Bäume, kein Flair – wie in einem sachlich, nüchternen, langweiligen deutschen Restaurant.


Oaxaca war damals auch sehr schön, deswegen bin ich nicht noch einmal dort hingefahren. Aber bei San Christobal konnte ich nicht widerstehen. Viielleicht ein Fehler... 


Also ab Richtung Palenque.

Durch atemberaubende Landschaften, für die ich kaum ein Auge fand.

Denn die 200 km hatten es in sich. Obwohl ich früh aufgestanden bin und um kurz nach 8h schon auf dem Bock saß, war ich mir nicht sicher, ob ich mein neues Ziel noch vor Anbruch der Dunkelheit erreichen würde.

200 km mit fast 600 Topes (Bodenwellen).

An jeder „Hundehütte“ 3 Topes, ohne Hinweisschilder, kaum zu sehen aufgrund von Sonne und Schatten auf der Straße.

Das heißt viele tausendend Mal bremsen, schalten und fast so oft die Schaltgruppe wechseln, dass ganze wieder zurück und beschleunigen.

So oft, dass es mir einmal erst nach wiederholtem Versuch gelungen ist, aus der zweiten Schaltgruppe zu kommen.  - Egal dann sollen alle hinter mir warten.

Sehr schlechter Straßenbelag (zigmal ausgebessert), der Asphalt oft unterbrochen und dann nur Piste, große Schlaglöcher, enge Kurven, berghoch, bergrunter, enge zugewachsene Fahrbahnen, Baustellen, Fußgängergruppen mitten auf der Fahrbahn usw.

So konnte ich nur eine durchschnittliche Geschwindigkeit von ca. 25 km/h schaffen.

Für die ca. 200 km habe ich ca. 8-9 Stunden gebraucht. Fast ohne Frühstück und nur mit einer Pillerpause.

Hinzu kamen noch mehrere Blockaden.

D. h. der Straßenverkehr wird durch Nagelbretter von irgendwelchen Dorfbewohnern angehalten und es wird Geld gefordert.

Bei drei Leinen, die über die Straße gespannt wurden, bin ich einfach durchgefahren.

Lächerlich  - damit kann man keinen 12tonner aufhalten.

Bei der letzten Blockade an der ich gestoppt habe, war ich so sauer, dass ich die verdatterten Torfköpfe lautstark angefurzt habe. Wenn man im Cockpit eines „Helikopters“ sitzt, kann einem ja nicht so schnell eine Knarre an die Stirn gedrückt werden.

 Sie sollten lieber arbeiten, als hier Bandit zu spielen. Und anstatt hier hunderte von Topes zu bauen, die nur den Spritverbrauch erhöhen und irgendwann mal die Fahrzeuge auseinander bröseln lassen, wäre es wesentlich intelligenter Schulen zu bauen. 

Aber die haben mein Spanisch wohl nicht verstanden.

Schließlich taten sie mir auch wieder leid, diese armen, verlumpten Teufel und ich habe ihnen dann doch etwas gegeben.

 

Auf dem Campground in Palenque angekommen, war großes Hallo angesagt.

Mindestens 80% der Weltreisenden dort hatte ich bereits schon einmal irgendwann in den letzten Monaten getroffen.

Wie z. B. die eine von drei französischen Familien, die ich in New York City traf, oder Bill aus Canada mit seiner Frau.

Simon aus England mit seiner mexikanischen Frau Claudia und viele mehr.

Hier in Palenque bin ich nun seit 4 Tagen.

Die Bungalowanlage und RV Park „Maya Bell“ liegt traumhaft neben den Ruinen im Dschungel. Sie hat einen schönen Pool, Restaurant, saubere Toiletten, warme Duschen (was nicht selbstverständlich für Mexico ist) Wäscherei usw.

 

Nachts ist es unaufhörlich am Zirpen, quicken, quacken o.s.ä. Die Brüllaffen schreien bedrohlich laut in den Bäumen über mir – ziemlich gespenstisch im Dunkeln.


Die Tage habe ich  mir hier in Palenque, meine Reifen tauschen bzw. drehen lassen, damit diese gleichmäßiger abnutzen und ich so vielleicht die Chance habe damit noch bis nach Chile zu kommen. Dort gibt es einen Händler der mir neue beschaffen kann.

Der Radrundumtausch aller 4 Räder hat mich 20 € gekostet, dafür haben 3 Leute im Dreck an einer stark befahrenen Straße gelegen und eine Stunde bei schwüler Witterung und mehr als 30 Grad, hart gearbeitet.

Interessant war, dass nur einer von den Dreien in der Lage war die Reifen auf die Achse zu hieven.

Er nannte sich „Rambo“, war allerdings nur im Spaß gemeint. Denn es kam weniger auf die Kraft an, als auf die richtige Technik. Er übernahm, als sich die beiden anderen zu zweit vergebens abmühten, es aber nicht hinbekamen den Reifen auf die Achse zu hebeln. Die kannten halt nur leichte „Spielzeug-LKW-Reifen“.

„Rambo“ setzte kurz mit seiner Hebelstange an und 2 Sekunden später lag der ca. 200 kg schwere Reifen mit Felge wieder auf der Achse. Alle -  inklusiver der inzwischen vielen Zuschauer - haben geklatscht.

Kurz die Felgenlöcher zentriert und festgeschraubt – aus die Maus.

 

Irgendwann bekomme ich das auch so schnell hin, aber bei ca. 30 Grad und für 20 € sehe ich im Augenblick noch nicht die Notwendigkeit, diese Technik zu verinnerlichen ;-) 


Aktueller Update vom 03.02.17


Richtung Chetumal an derr Grenze zu Gutatemala am Laguna Sivituc


In Chetumal an der Karibik zur Grenze nach Belize


Weiter Richtung Norden entlang der Karibikküste von Yucatan. In Mahahual bei den österreichischen Zwillingsbrüdern Thomas & Georg. Platz mit Suchtgefahr.

Wie auf den Malediven.

Hier traf ich nach 8 Wochen wieder auf Verena und Thomas, die mit und auch ohne ihrem Feuerwehrwagen (Bj. 64) fast die ganze Welt gesehen haben. Eine Reise zu den Eskimos im Norden Kanadas und eine Weltreise, die sie auch in die Südsee führte, haben ihnen besonders gut gefallen.

Es gab viel zu erzählen. Wir hätten mehr als nur die eine Woche dort verklönen können.


Wild Camping kurz vor Punta Allen.

Die Fahrt dorthin, habe ich 15 km vor dem Ziel abgebrochen.

Für 40 km Piste habe ich ca 2 Stunden gebraucht. Es war kein Durchkommen für den dicken Brummer - Dschungel pur, die Astabweiser waren im Dauereinsatz...


In Xpu-hu.

Nicht mehr weit bis Cancun, dort landet die Tage Besuch.

Dann gehen wir Kiten, die ersten Übungsstunden liegen hinter mir.

In einer  Bucht, die kaum schöner sein kann. Sand fein und weiß wie Puderzucker. Wasser warm, sauber und in allen türkis- und blautönen und vieles mehr ;-)


Update vom 22.02.17  Rundfahrt mit Jan

 

 Nach der Ankunft von Jan in Cancun, ging es zunächst zum Kitekurs auf die Isla Blanca

 

Tage später - nach einem Cenotenbesuch bei Valladolid, fuhren wir an die Küste von Rio Lagartos und zum traumhaften Strand von Las Coloradas

Weiter ging es nach Izamal, eine schöne, bunte Stadt mit altem sehenswertem Kloster kurz vor Merida  

Ab nach Süden   - Uxmal war das Ziel. Eine kompakte ca 1000 Jahre alte archologische Mayastätte

Vor Chichen Itza  

Abkühlung in einer toll, hell beleuchteten und geschlossene Cenote  

In Chichen Itza standen wir um 8h an der Kasse mit 50 anderen Besuchern ;-)

Eine Stunde später wurde es dann so richtig voll. Tausende "Neckermänner" wurden mit Bussen rangekarrt - das war klar - also schnell wieder weg...

Auf dem Weg nach Tulum sind wir an einer weiteren Mayastätte in Coba vorbeigekommen. Dort befinden sich einer der wenigen noch begehbaren Pyramiden, die einen sagenhaften Blick über das umliegende Gelände/ Dschungel bietet.

Last but not least die Küste von Tulum


Bis April will ich in Yucatan sein, dann komme ich für ein paar Tage zurück nach Deutschland, Rasenmähen etc. oder nennen wir es Urlaub vom "Urlaub"

Abwarten was bis dahin alles so passiert...

 

Wieder zurück in Mexico, kommt dann das harte Stück der vorläufigen Reise, der Rest von Mittelamerika bis Pannama.