Sonntag den 30.10.16 stand ich planmäßig an der Grenze nach Mexico in Tijuana.

 

Visa und sonstige Formalitäten mussten erledigt werden und natürlich auch hier ließen sich es die Grenzer nicht nehmen mal in den Wagen zu schauen. Aber nur, weil sie neugierig waren.

 

Als sie im Wagen waren, ging der Mund noch ein Stück weiter auf, denn sie konnten nicht glauben was sie sahen…

 

Da ich keinen Autoversicherer an der Grenze fand, bin ich dann die ersten 120 km durch Mexico ohne Versicherung gefahren.

 

In Ensenada wurde ich dann am nächsten Tag fündig.

 

Für die Erstellung der Unterlagen - Haftpflichtversicherung für MAN und Honda haben Sofia und ich dann ca 4 Stunden gebraucht.

 

Ja, so ist das hier, wehe man muss entsorgen, Wasser bunkern, einkaufen, Geld besorgen (oh man),  tanken, Diesel oder Gas. Man benötigt einen Stellplatz für die Nacht – alles dauert Stunden, nicht nur das Versichern von Truck und Honda. Zeit darf keine Rolle mehr spielen.

 

Jetzt denken bestimmt einige (Klugscheißer) – Zeit hat er doch…

 

Genau.

 

Nur schlecht wenn die Dämmerung naht und man noch keinen Übernachtungsplatz hat, nicht wahr – dann wird es lebensgefährlich – nichts für Weicheier…

 


Von Ensenada, bin ich dann weiter nach San Quintin, wo ich die Bilder von New York City hochgeladen habe und der letzte Text eingestellt wurde.

 

Dort stand ich direkt am Strand und abends gab es bei Fidel, für Jimmy aus Alaska, Carolin aus Costa Rica und mich Languste mit Reis und Gemüse für 10 US$.

 

In Guerreto Negro war die nächste Übernachtung.

 

Auch hier traf ich wieder viele interessante Leute.

 

Zum Beispiel ein Ehepaar aus Frankreich (Name schon wieder vergessen – aber wir sehen uns wieder), die mit ihrem kleinen Sohn im Hymer unterwegs nach Argentinien sind.

 

Tom aus den USA, der mir dankenswerterweise eine super tolle, nagelneue Straßenkarte von der BajaCalifornia überließ.  Wir haben uns in La Ventana zum surfen verabredet, dort hat er das Jahr über einen Trailer stehen mit komplettem Surf-Equipment.

 

 

 

Oder Bastian aus Helpup, mit Inge und 2 kleinen Kindern, die im Chevi und Wohnwagen unterwegs nach Patagonien sind. Auch die Beiden wollen im Süden der Baja California einen Stopp zum Kiten einlegen. Warum nicht, da unten hat das Wasser im Winter 25-30 Grad und die Luft kann man bestimmt auch ertragen ;-)

 

 

 

Jetzt sitze ich hier in Bahia Asuncion direkt am Strand, habe den Wagen gestern von innen gereinigt.

 

Wäsche gewaschen und gebügelt ;-)

 

Mir die Haare geschnitten und Brot gebacken. Das musste sein, denn auch hier gibt es, wie schon in den letzten Wochen, kein vernünftiges Brot zu kaufen.

 

Die Amis gehen mir so langsam auf den Senkel.

 

Fragte mich doch heute eine Ami(line), ob der „big Truck“ mir gehören würde.

 

Ich sagte wieso “big“??

 

In Deutschland fahren wir alle so große Motorhomes, viele sind sogar wesentlich größer.

 

Ha, ha – auch der Mund ging so schnell nicht mehr zu…

Ich muss dabei sagen, dass mich ihre Freundin auch vorher provoziert hatte.

Ich war dabei, meine Luftnelken zu wässern, da fragte mich diese Person doch, ob ich das später essen wolle?

Na ja  - wer jeden Tag Sauerkraut ist, macht wahrscheinlich auch keinen Halt vor "spanish moos" bzw. Luftnelken.

 

Am späten Nachmittag trafen auch Jim und Carola ein. Wiedersehensfeier mit Cerveza und Tequila waren angesagt und das Meer machte die Musik dazu.

 

Die beiden hatten unterwegs Pech ein Reifen ist explodiert, Jim konnte den Chevy gerade noch so einfangen. Alles ist gut gegangen, hat ihnen 2 Stunden gekostet, gut – und natürlich muss irgendwie ein neuer Reifen her.  Kein Problem für die beiden. Jim zieht sich in Alaska jährlich 150.000 US$ rein. Außerdem sprechen die beiden fließend spanisch – also denn, es gibt schlimmeres.

 

Morgen geht es weiter gen Süden. Es ist Sonntag und ich hoffe, dass mir dann nicht so viele Trucks entgegenkommen. Vielleicht schaffe ich es bis Santa Rosalia oder sogar bis Mulege… schaun ma mal   

 

Und „Daumen drücken“ nicht vergessen.   


Da die Fahrt Richtung Süden verkehrstechnisch besser lief als erwartet, schaffte ich es gut bis Mulege.

Mulege ein authentischer Ort, schön an einem Fluss gelegen, der rechts und links mit Palmen bewachsen ist.

3 km weiter südlich fand ich einen kleinen, engen und schmuddeligen Campground  xxx

Der Besitzer (genau wie sein Platz) wollte unverschämter Weise 300 Peseten von mir haben. Er bekam nur 200 (ca 9€) von mir, was immer noch völlig überbezahlt war – für dieses Loch.

Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich nicht gleich 20 km weitergefahren bin nach Playa Santispac.

Dort ging es am nächsten Tag hin -  2 tolle Buchten.

In der hinteren Bucht stand ich dann für drei Nächte mit zwei Kanadierinnen und einer Italienerin.

Der Besitzer, der nebenan in einem Holzschuppen hauste, stellte mir eine blaue Tonne mit 200l Süßwasser vor den Wagen. Und kassierte jeden Tag 100 Peso (ca 4,50€) von jedem WoMo-Besitzer.

Auch hier habe ich wieder einen Fehler gemacht.

Denn der Strandbesitzer, bot mir mit seinem Boot eine Tour zu den Walen an.

Aber ich dachte mir, der kann mir viel erzählen – Wale um diese Jahreszeit !?… und ging nicht weiter auf dieses Angebot ein.   

Thys und Rieneke (ein holländisches Paar) die ich inzwischen 3-mal traf, haben dieses Angebot einen Tag nach meiner Abreise vom Playa Santispac, angenommen. Sie waren total begeistert, denn sie haben tatsächlich Wale gesehen, die sich sogar streicheln ließen.

Ärger – na gut - dann muss ich das halt in La Paz machen, auch wenn ich dort das 3-6 fache zahle und mit einem Haufen Gringos im Boot sitzen muss. – Aber Wale müssen her.

Die Treffen mit Thys und Rieneke waren nicht nur wegen der leckeren „Magaritas“, die Rienke mixte sehr interessant. Die Beiden sind seit 2 Jahren mit ihrem selbstausgebauten Mercedes Sprinter unterwegs und konnten viele interessante Geschichten erzählen, sprachen neben holländisch perfekt deutsch, englisch, französisch und spanisch. Nachdem sie in Holland aufgewachsen sind, 2 Jahre in Spanien und Frankreich gelebt haben, danach für 3 Jahre in Kanada und 20 Jahre in Virginia (USA) lebten, wohl auch kein Wunder – beneidenswert, diese Unternehmenslust…

Außerdem haben sie einen Eintrag im GuinessBuch der Rekorde und zwar für die längste Hochzeitsreise.

Denn gleich nach ihrer Hochzeit sind sie zu einer Weltreise aufgebrochen, die 5 Jahre gedauert hat.

 

 


Vom Playa Santispac ging es dann weiter, immer wieder vorbei an super Buchten bis nach Loreto.

Eine schöne mexikanische Kleinstadt, mit Malecon, Badestrand und nettem Ortskern.

Nachdem ich den Ortskern sehr langsam mindestens zweimal durchfahren habe (jede Menge Toppes, Alto-Schilder und sehr niedrig hängende Stromkabel) –  um mich der Bevölkerung bekannt zu machen;-), habe ich mich für eine kleine Wiese gegenüber der Promenade als Übernachtungsplatz entschieden.

Nach dem Abendessen am Meer ging es zum Ortscentrum mit Zoccalo und schöner alter Kirche.

Dort war richtig was los.

Es war nicht nur Samstagabend, sondern im Ort war ein Filmteam aktiv, um bei Livemusik eines Orchesters eine Filmschnulze abzudrehen und die Dorfbevölkerung lieferte die Kulisse.

Am nächsten Morgen hielt ein Polizei-Pickup vor meinem MAN.

Ein Polizist mit einem Buch in der Hand stieg aus dem Wagen und kam auf mich zu.

Naja dachte ich, der Morgen fängt ja gut an.

Ich habe Miau (einen Kater) und jetzt auch noch die Bullen.

Jetzt bist du dran und musst mit einem saftigen Bußgeld - wegen verbotener Übernachtung an dieser Stelle (vagabundieren oder s.ä.) - rechnen. Denn der Ort hatte zwei Campingplätze, die ich mal wieder links liegen gelassen habe. Man will ja etwas erleben… haha

Ne, es kam anders. Der Capitano war sehr interessiert an meinem Truck und an meinem Vorhaben. Da er kein Englisch sprach, hatte er seine Fragen auf Englisch/Spanisch in sein Buch schreiben lassen.

 

Nachdem sein Wissensdurst gestillt war, bedankte es sich nett und fuhr weiter.


Dieser Tag sollte wieder hart werden.

8 Stunden Fahrt Richtung Süden bis La Paz.

Mit vielen Kilometern Piste bei starkem Gegenverkehr. Der aufgewirbelte Staub war so dicht, dass ich oft nur einen Meter weit schauen konnte.

Von La Paz aus habe ich dann in den anschließenden 5 Tagen den südlichen Teil Baja California umrundet, um die schönsten Stellen ausfindig zu machen.

 

 

An einer dieser Stellen sitze ich jetzt und schreibe.

Tecolote:

Eine ca. 3 km lange Bucht, mit feinem, weißem Sand und Dünen.

Türkisfarben, flachen und deswegen sehr warmen Wasser. Eingerahmt von einer Hügelkette, die mit hohen Kakteen bewachsen ist.

Pelekane, fliegenden Fischen usw.

Einigen Fischrestaurants und ein paar anderen Campern.

Holländern, Franzosen, Canadiern, Amerikanos und natürlich Mexikanern.

Auch Rieneke und Thys waren bis gestern hier, haben sich dann aber mit einer Magarita verabschiedet, um die Fähre auf´s Festland zu nehmen.  Schaun ma mal, wann sich unsere Wege wieder kreuzen…

 

 


Update vom 17.12.16

4 Wochen an der Südspitze der Baja California müssen nun langsam reichen.

Wunderschöne Sonnenaufgänge (06:30h) und Sonnenuntergänge über dem Meer (17:30h).

Gemütliches Frühstück mit Meerblick und Meerrauschen.

Schwimmen und Schnorcheln im mindestens 28 Grad warmen, türkisfarbenen Wasser.

Oder einfach nur kilometerlange Spaziergänge über feine, weiße Sandstrände auf der Suche nach schönen, seltenen Muscheln.

Magaritas bzw. Cerveza als Sundowner und leckere Fischgerichte als Abendessen.

Ist schon fast wie Urlaub.

Schöne Strände, interessante Orte, wie z. B Todos Santos.

Wir konnten die Fontänen und Flossen von Walen draußen auf dem Meer sehen. Haben viele kleine, frisch geschlüpfte Schildkröten dem Meer übergeben und Pelikane im Formationsflug beobachtet.

Und fast täglich konnte man ca. 200-300 Meter weit draußen auf dem Meer hunderte von Rochen dabei beobachten wie sie 2-3 Meter aus dem Wasser sprangen und dabei die Flossen bewegten, als wenn sie versuchen wollten zu fliegen.

Als ich diese Zeilen schrieb, saß ich ich in Tecolote am Strand, 5 Meter vom Wasser entfernt.

In der Woche war dort ein Overländer-Treffen.

Viele Leute kannte ich schon.

Wir standen dort mit ca. 20 Wohnmobilen und tauschten Informationen und Bierdosen am Lagerfeuer aus.

Auch Travis ein US-Amerikaner den wir schon in Los Barrilos trafen, er ist ein super Kiter und will bei der US-Meisterschaft im Kiten Anfangs 2017 in La Ventana mitmachen.

Sein Van war vollgestopft mit Kite-Equipment. Schon in La Ventana und Los Borrilos habe ich mich entschlossen endlich das Kiten zu lernen.

Travis hat mir eine gute Destination mit Schule in Yucatan empfohlen. 

Außerdem kann ich auch dort in Yucatan den Truck sicher abstellen.

 

 

In Mexico ist dann Regenzeit und es ist unerträglich schwül.

Der Truck steht dort in Yukatan unter einem Sonnen- bzw. Regendach, erhöht auf einem Kiesbett und wird von vier scharfen Hunden bewacht. Willst du mehr zu der Hacienda von Sonia und Harald erfahren klick hier.

Der Internationale Airport von Cancun ist nicht allzu weit entfernt.

Ich habe mich also entschlossen Urlaub am Nabel der Welt (in Knetterheide) zu machen und mal wieder Rasen zu mähen.

 

Vor der Fährfahrt aufs Festland musste ich im Fährhafen von La Paz BC noch die Verzollungspapiere für Truck und Roller ausstellen lassen.

Ohne diese Papiere kann man keine Fährpassage zum Festland buchen.

Ich hatte Glück, ich bin gleich drangekommen und so hat es mich „nur“ ca. eine knappe Stunde gekostet.

Nicht auszudenken, wie lange es gedauert hätte, wenn noch 3-4 Leute vor mir da gewesen wären.

Anschließend habe ich eine Reservierung für die Fähre von La Paz nach Mazatlán für die nächsten Tage vorgenommen. Will man dem Auswärtigem Amt glauben, soll es drüben richtig spannend werden ;-)

Aber keine Bange:    Unkraut vergeht nicht

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Seit Do. d. 15.12.16 bin ich auf dem Festland.

Kurz vor San Blas traten erhebliche techn.  Probleme beim MAN auf.

Der Drehzahlmesser viel plötzlich aus und es stank stark nach Diesel, auch die Motorleistung ließ nach….   später die ganze Geschichte….

 

Fazit zur Baja California:

Super Wetter, trockene Luft, meistens klarer Himmel, seit Monaten hatte ich keinen Regen mehr und Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad.

Die Peninsula ist wesentlich länger als man denkt. Oft katastrophale Straßen, meisten karge Landschaften, trotzdem schön, wegen der vielen unterschiedlichen Farben und hohen Kakteen. Natürlich gibt es ab und zu auch Bäume, Büsche und sogar Palmen.

Viele Americanos, aber auch Canadier und Europäer, besonders Holländer und Franzosen.

Tolle, oft Kilometer lange Strände und Wind satt.

Ein Paradies für Kiter, die den Windsurfer fast völlig verdrängt haben.

 

 

 

 

Update vom 27.12.16

 

Am 15.12.16 , nach der Ankunft auf dem Festland in Mazatlán ging es also südwärts.


San Blas am Pacific hatte ich mir für eine Übernachtung ausgeguckt.

Das war leider ein Fehler, wie sich später herausstellen sollte.

Also bin rechtzeitig von der Autobahn runter Richtung Meer.

Die Vegetation wurde immer dichter, die Straßen enger und kurvenreicher und die wenigen Busse und LKWs, die hier durchfahren, schaffen es nicht die Zweige der Bäume auf Abstand zuhalten.

Mit dem Ergebnis, dass immer öfter die Astabweiser zum Einsatz kommen.

Es geht hoch und runter, Kurve links und Kurve rechts und ich muss viel schalten, dies mache ich mit Hilfe des Tourenzählers, der leider hier wo ich ihn gut gebrauchen könnte immer öfter ausfiel und sich letztendlich überhaupt nicht mehr meldete.

Parallel fing es an zu stinken, als wenn eine Raffinerie in der Nähe wäre, was am Meer schon mal vorkommen kann.

Allerdings glaube ich nicht an Zufälle.

Bei einer Hüttenansammlung mit Parkgelegenheit hielt ich an um Pacifico nachzukaufen.

Als ich vollbepackt mit Bierdosen aus dem gelben Laden kam, sah und roch ich das Problem.

Unter dem Truck war eine riesige Diesellache.

Scheiße dachte ich - Dieselpumpe im Arsch, vier Wochen im Dschungel auf Ersatzteile warten und sich von Moskitos auffressen lassen – schoss mir durch den Kopf.

An der Ecke standen 2 Bullen, ich hin und nach einem Mechanico gefragt. Wieder mal gut, dass ich zuhause so fleißig spanisch gepaukt habe. Die haben mich doch glatt verstanden ;-)

Glück gehabt, die Jungs waren kooperativ und meine Karre fuhr noch ein bisschen.

Also ging es los, die beiden Polizisten fuhren in ihrem Polizei-Pickup vor und brachten mich zu einem Kfz-Mechaniker ins 10 km entfernte San Blas.

 

Nun stand der MAN halb auf einem kleinen Hof mit 2/3 anderen PKWs, die jedoch erst einmal weggeschoben werden mussten, weil mein Truck noch halb auf der Straße stand.

Die Herren in blau regelten einstweilen den Verkehr.

Anschließend verabschiedeten sich die beiden nett von mir – Danke an dieser Stelle.

Der Mechanico und sein Kumpel ließen alles stehen und liegen und wollten sich sofort meinem Problem zuwenden. Leider ließ sich das Fahrerhaus nicht absenken.

Was wir dann irgendwann doch mit Gewalt geschafft haben.

Gottseidank stellte sich dann heraus, dass nur ein Dieselschlauch durchgescheuert war, dieser wurde schnell durch ein Provisorium ersetzt.

Nächstes Problem -  Fahrerhaus ließ sich nicht wieder hochpumpen, also musste die hydraulische Mechanik ausgebaut werden. So schafften wir es das Fahrerhaus mit 5 Mann, 2 Bergeseilen und einem Flaschenzug wieder in die richtige Stellung zu bringen.

Also Problem zunächst gefixt, bezahlt, bedankt und alles eingepackt.

Es wurde dunkel, ich war total durchgeschwitzt und hatte noch keinen Übernachtungsplatz, aber die Karre fuhr, der Tourenzähler ging auch wieder und ich gab Gas… fast perfecto

 

Ca. 10 km weiter fand ich im zweiten Anlauf direkt am Meer ein Hotel mit RV-Platz, Pool und Restaurant. Glück gehabt -  dass war knapp.


Am nächsten Tag zerlegte ich die ausgebaute hydraulische Hebevorrichtung und reinigte sie, denn die Siebe waren total versandet.

Dies machte ich am Nachmittag kurz vor Sonnenuntergang, weil es tagsüber über 30 Grad hatte bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Plötzlich griffen Sandflöhe und Moskitos gleichzeitig an.

Sodass ich schnellstmöglich total zerstochen und zerbissen in die Kabine flüchten musste.

Auch in der Wohnkabine warteten schon ein gutes Dutzend oder mehr dieser aggressiven Plagegeister auf mich.

Also musste ich ein Massaker anrichten. Auf den weißen Möbeln hatten die Biester gegen die Klatsche aus südafrikanischem Büffelleder keine Chance.

Allerdings sah es im Ausbau anschließend wie im Schlachthaus aus.

Am nächsten Morgen stand ich bei Sonnenaufgang auf, baute die Hydraulik wieder ein und legte mich für den Rest des Tages in den Pool.

Wir haben Ende Dezember, aber es war am Pacific noch dermaßen heiß und schwül, dass man keine Lust hatte irgendetwas zu machen. Wie mag es hier wohl erst im Sommer sein?  Schrecklich….

 

 

 


Kurz darauf ging es weiter nach Guadalajara.

Am See „Laguna de Chapala“ in der Nähe von dem Ort „Jocotepec“ fand ich den tollen Campground

„Roca Azul“.

Parkähnlich angelegt, mit zwei großen Pools und super Klima. Tagsüber warm um die 25 Grad, abends und nachts frisch – perfecto.

Jede Menge sympathische Leute.

Auch Sergio und Nadine, die ich vorher schon 3-mal traf, waren kurz hier.

Hier traf ich unter anderem auch auf Rosita und Manfred, die seit 6 Jahren in Süd- u. Mittelamerika unterwegs sind.

Mit Manfred, der einen Magirus fährt und sich gut mit Motoren auskennt, habe ich noch weitere ein zwei Tage am MAN rumgeschraubt.

Einige Sachen repariert und gewartet, so dass dieser jetzt wieder schnurrt wie ein Kätzchen.

Und mit Pam, David, Inge, Bastian und den Kindern haben wir dann bei Rositas mit selbstgemachtem Kartoffelsalat, Würstchen und Pam´s Truthahn Weihnachten gefeiert. Ultra perfecto oder sagt man heute besser mega geil?

 

 

 

 


Eigentlich hatte ich vor nach San Miguel de Allende weiter zu fahren.

Aber Nadine schrieb mir, dass ich mit dem dicken Brummer wohl nicht durch den Eingang des dortigen Campgrounds komme. What shalls

Dann fahre ich in den nächsten Tagen eben weiter in eine der größten Chaosstädte dieser Welt,

 

nach Mexico City.