Seit Mitte Januar ist der MAN nun fertig und könnte abgeholt werden, wenn uns das StVA nicht noch ein paar "Steine" in den Weg gelegt hätte. So war der Stand gestern. Einige Steine konnte ich wegräumen, denn seit gestern habe ich die Zulassung und zwei schöne Nr.-Schilder.  Ich kann es kaum glauben, nach fast "nur " vier Wochen. Aber einen Kfz-Brief habe ich immer noch nicht, deswegen verkneife ich es mir auch, die ganze  Gechichte zu erzählen. Man kann ja nicht wissen was beim BeamtenMikado sonst noch passieren. Vielleicht erzähle ich es später einmal ,was ich in letzten Tagen alles  angestellt habe,  damit dieses Wunder passieren konnte. Denn aus der bisher fast 4 -wöchigen Wartezeit auf die Zulassung,  hätten auch locker 6 bis 10 Wochen werden können. Dann hätte ich nicht nur meine Marokkotour knicken können....

Nun, der MAN wird also am 15.02. aus Koblenz  abgeholt u.  von dort geht es direkt nach MAN in Chemnitz zur Inspektion und Ersatzteilversorgung.

Danach muss ich noch einen zweiten Ersatzreifen besorgen, die Gasflaschen füllen, ein paar Sachen kaufen, alles einladen und ab durch die Mitte  - NIX WIE WEG..... ole, ole, ole...

Thema Versicherung:

Kaum eine Versicherung, die so einen Brummer versichern will oder kann. Die meisten Versicherer haben ein Problem mit dem Anschaffungswert. Inzwischen scheint das Thema Versicherung aber gelöst zu sein. Im Raum Murcia/Malaga wird überwintert und gleichzeitig müssen die Spanischkenntnisse noch ein wenig aufgepeppt werden....

 

Ja, ja so hatte ich es vor, aber da haben mir halt ein paar Leute einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun muss ich froh sein, wenn ich noch pünktlich meine Fähre in Malaga erwische... Vortsetzung folgt.


Übernahme in Koblenz und Wartung/Service bei der MAN NL Chemnitz

 

 

 

Seit meinem letzten Eintrag/Update ist einiges passiert.

 

Inzwischen bin ich im südlichen Spanien und sitze im dicken Brummer und finde endlich mal Zeit Gebrauchsanweisungen u. HB zu sichten u. über die letzten Tage zu berichten.

 

Mo. d. 15.02.16 sind wir also nach Koblenz, haben einige Sachen in den MAN geladen, den Gutachter begrüßt, den wir beauftragen mussten, weil es die Versicherung so vorschrieb.

 

Dass ein Wertgutachten zur Versicherung der Karre nötig wird, haben wir auch erst so ziemlich zum Schluss von der Versicherung erfahren. Was sind schon 500€ zusätzlich, nicht wahr…

 

Nach Begrüßung des Gutachters nahm dieser seine Arbeit auf und wir machten also mit dem Geschäftsführer des Ausbauunternehmens die Übergabe.

 

Nach der Übergabe fuhren wir mit dem PKW zu Bärbel und Hermann, den MAN ließen wir noch bis zum nächsten Tag in Koblenz stehen.

 

Bärbel (P. Cousine) bereitete uns, wie schon so oft in den letzten Monaten, einen herzlichen Empfang u. hatte wieder einmal etwas Leckeres gekocht.

 

Es war ein netter, unterhaltsamer Abend, wie immer bei Bärbel und Hermann.

 

Danke an euch beiden, für die tolle Gastfreundschaft, die ihr uns bei den zahlreichen Besprechungsterminen, die wir für unseren Truck in Koblenz hatten, gewährt habt.

 

Hoffentlich gebt ihr uns einmal die Chance, das wiedergutzumachen.   

 

Am nächsten Morgen bin ich dann nach kurzer Einweisungsfahrt mit unserem neuen Expeditionsmobil von Koblenz Richtung Chemnitz gestartet. Ca. 80 km vor meinem Ziel (MAN-Niederlassung in Chemnitz) bin ich dann im Teufelstal mit dem Monster wegen leerem Tank liegengeblieben. Da kann einem schon das Herz in die Hose rutschen…man weiß ja schließlich nicht sofort was los ist – Panne mit einem LKW auf der Autobahn, braucht man das wirklich??

 

Was soll´s – ein bisschen Spaß muss sein

 

 

              Die Tankanzeige gaukelte mir zwar vor, der Tank sei noch zu mehr als einem Viertel voll, aber das war „gelogen“. Tank war definitiv leer. Aber für zweieinhalbtausend Euro (oder waren es sogar dreieinhalbtausend Euro??) für eine neue Tankanlage kann man nun nicht erwarten, dass diese korrekt anzeigt, oder? Na ja, an dieser Stelle könnte ich noch einiges erzählen, wie ich z. B. dem Autoclub „durch die Blume“ drohen musste, dass er Diesel in ausreichender Menge ranschafft. Oder über die beiden freundlichen Brummi-Fahrer, die mit Rat und Tat geholfen haben, bei Minustemperaturen die Dieselanlage zu entlüften… Nun ja  - lassen wir das. Zwei Stunden später ging es weiter. Den Inspektionstermin am gleichen Tag bei MAN in Chemnitz konnte ich natürlich knicken und ich Vollpfosten bin extra um 5h aufgestanden, um das alles an einem Tag zu schaffen – gut wieder etwas gelernt.

 

Am nächsten Tag, Mi. d. 17.02. nach einer ersten (wiederum sehr kurzen) Nacht im Casa-rondante, fuhr ich den Truck dann um 06:30h in die Werkstatthalle. Den ganzen Morgen wurden Öle und Filter gewechselt.

All meine Fragen zum Thema Wartung wurden mir freundlich u. bereitwillig beantwortet. Dank an Frank und seinem Assistenten, denn das war teilweise Schwerstarbeit, mit Verlängerungsrohr, Hammer und Schweißgerät.

Anschließend ging es mit einer großen Kiste MAN-Ersatzteilen weiter zur Fa. Gierke, dort war am nächsten Tag eine Unterbodenkonservierung fällig. Da der Wagen in der folgenden Nacht zum Trocknen in der Halle stehen musste, ging ich für die Nacht in ein nahegelegenes Hotel. Abends war ich mit Peter Rößel essen. Es war netter kurzweiliger Männerabend. Aber wer zum Teufel ist Peter Rößel??

 

Nun ganz einfach, Peter ist nicht nur „ein Mann der sich reinhängt“, sondern auch ein Mann der Wort hält u. wo findet man das heute noch? Peter R. hat mir den MAN  ca. ein Jahr vorher verkauft u. alles was jetzt im Bereich Hohenstein-Ernsthal  (Geburtsstadt von Karl May) passiert, hatte er mir zugesagt u. jetzt löst er sein Versprechen ein u. die Kosten für Übernachtung und das Abendessen hat er auch noch übernommen. Am nächsten Tag (Do.) ist der MAN fertigt. Hr. Gericke, Chef des gleichnamigen Unternehmens, lässt sich nicht nehmen mit mir zusammen in die Grube unter den MAN zu steigen, um mir all die Stellen zu zeigen, die ich ca. einmal die Woche nach schwerer Geländefahrt checken sollte. Hr. Gericke weiß natürlich ziemlich genau von was er spricht, denn er war noch zur damaligen DDR-Zeit für mehrere Monate in Sibirien im Einsatz. Dort gibt es Strecken, die man nur zu bestimmten Jahreszeiten fahren konnte, wusste er zu berichten. Eben ein Mann der Praxis, muy sympatico…

Weiter geht es zu Shell, bitte einmal volltanken (etwas mehr als 600 l). Dann Besichtigung des neuen Firmengeländes der Spedition Rößel (Foto oben links). Wirklich imposant was Peter R. aus dem Nix geschaffen hat, mehr als 100 Mitarbeiter und fast so viele LKW´s…

 

Also Peter, wenn du mal wieder mit einem deiner Porsche, Leute auf der A2 scheuchst, dann schau doch bitte einmal in Bad Salzuflen rein, es gibt dann Teufelssalat, Teufelsbraten oder etwas anders vom Teufel ;-)

 


Wieder Zuhause wurden Restarbeiten durchgeführt u. alles für die Marokkotour eingeladen

Zuhause angekommen, mit einem super Verbrauch von 20l auf 100km, musste viel erledigt werden. Olaf selbst stolzer MAN-Besitzer, Schrauber und mit mehr als 1 Million gefahrenen Kilometern auf Bussen u. LKW´s, hatte in den letzten Wochen schon Listen erstellt mit Werkzeug und Ersatzteilen. Alles das wurde verstaut, die Abschleppstange provisorisch in der Garage verankert und vieles mehr. Olaf hat dann noch den Mittelsitz ausgebaut und auf die Sitzkonsole einen schönen Deckel montiert. Jetzt fliegt fast nix mehr im MAN-FH rum, genial. Auch die Konsolablage ist sehr praktisch und nützlich (Siehe Foto).


Last but not least gab es noch Fahrunterricht, auch im Gelände mit allen vieren, Crawler und fahren mit Untersetzung stand auf dem Programm. Dann ging es über den Hollenstein (Bismarkturm).  Jeder der die Strecke kennt, müsste mich jetzt eigentlich bewundern (denn ich fühlte noch wie ein PKW-Fahrer). Oft genug musste ich über den weißen rechten Randstreifen fahren. Auch das Recht des stärkeren im Straßenverkehr wurde getestet, dieses Recht gilt fast überall außerhalb Europas im

Straßenverkehr, aber trotzdem Vorsicht, es gibt immer noch größere Brummer.  

 


Anschließend wurde die Fa. Premio in Herford besucht. Jens Rösemeier, Cheffe dort, überprüfte meine Reifen und war der Meinung, dass er mich wohl mit diesen „Puschen“ auf Reisen gehen lassen könnte. Er muss es wissen, ist er doch lang genug im Geschäft und Spezialist für große Fahrzeuge. Er hat das Geschäft von der Pieke auf gelernt. Zu guter Letzt spendierte er mir noch einen zweiten Reservereifen (Michelin XZL 385/85 R20) den er mir sogar noch höchstpersönlich mit dem Gabelstapler in die Halterung hob und mir dabei half den Reifen festzuzurren (siehe Foto oben links). Auch für das Flickzeug – „die Box mit den Würmern“ wollte er nix haben. Danke Jens.

 

Es wäre schön, wenn mir auf meinen Reisen hauptsächlich solche Menschen wie die o.g. begegnen, dann wäre mir es bei der Planung um einiges wohler, aber ich muss mich wohl auch auf andere Typen gefasst machen.  

 


Jetzt aber wirklich NIX WIE WEG

Dienstag 1. März um 7:30h wurde das 7 Literkraftwerk angeworfen und über Kassel, Frankfurt und Freiburg ging es über die Grenze nach Frankreich, wo ich mir dann noch bei Tageslicht einen netten Übernachtungsplatz gegönnt habe. 

 

Einen Tag später bei Dauerregen wurde Lyon hart gestreift und kurz vor der spanischen Grenze wurde wieder Quartier gemacht. Der dicke Brummer schnurrte wie ein Kätzchen und alles lief glatt. Nur die Tachonadel spielte ab und an verrückt, wollte wohl zum Geigerzähler mutieren…

 

Die dritte Nacht verbrachte ich kurz vor Valencia, die Temperaturen waren wesentlich angenehmer und Sonnenschein den ganzen Tag. Ein paar Stunden später traf ich dann, am Freitag d. 04.03. in Amerimar ein.

 

Hier am Puerto gibt es zwei Stellplätze für Womo. Ein riesen Hafen mit Strand an beiden Seiten. Im Hintergrund sieht man die schneebedeckenten Berge der Sierra Nevada (knapp 3500 m hoch)

Saubere Sanitäranlagen, Blick aufs Meer, Palmen, Hafen und Strand, bei um die 20 Grad mit

Sonnenschein im März und abends Calamari – was will man mehr…